Herbst- & Frühjahrszeit … was können Sie tun?
Der Herbst läutet die kalte und nasse Jahreszeit ein die erst im Frühjahr wieder endet, daher ein paar Tipps meinerseits, wie Sie Ihr Tier in dieser Zeit sinnvoll unterstützen können.
Zu den Jahreszeiten Herbst, Winter und Frühjahr lauern nicht nur Kälte und Nässe, sondern auch Salze und andere Umweltgifte. Somit sollten wir uns nicht nur um die Pfoten unserer Fellnasen, sondern auch um den Magen-Darmtrakt, das Fell, die Gelenke und den Stress-Pegel kümmern.
Magen-Darm-Probleme beim Hund
Magen-Darm-Verstimmungen treten besonders häufig im Herbst und Frühjahr auf.
Ursache sind nicht nur schmutzige Pfützen, sondern auch Umweltbelastungen wie gespritzte Felder, Düngerreste oder im Winter Streusalz.
Diese Stoffe gelangen über Pfoten, Fell oder direkt über das Maul in den Organismus und belasten vor allem Magen, Darm und Leber.
Was tun bei Magen-Darm-Problemen?
1. Fütterung anpassen
Für die Zeit der Verstimmung sollte auf eine leichte und gut verdauliche Sorte umgestellt werden.
Hier hat sich ANIfit Gockels Duett bewährt, da es den Verdauungstrakt entlastet und nicht zusätzlich reizt.
2. Akutfall: Schadstoffe binden
Bei Durchfall, Bauchgrummeln oder allgemeinem Unwohlsein kann im Akutfall der ANIfit Verdauungsretter eingesetzt werden.
Ziel ist es, belastende Stoffe möglichst schnell aus dem Organismus herauszubekommen.
3. Darmflora aufbauen
Nach einer Belastung braucht der Darm Unterstützung, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen.
Empfohlen wird eine drei- bis vierwöchige Kur mit PowerDarm als Prä- und Probiotika.
4. Zusätzliche Unterstützung
Zur weiteren Entlastung und Unterstützung können gezielt einzelne Komponenten ergänzt werden.
Bierhefe zur Versorgung mit natürlichen B-Vitaminen und zur Unterstützung von Darm, Haut und Nerven.
Chlorella zur Bindung von Schwermetallen und zur Unterstützung der Ausleitung.
Alternativ oder ergänzend können Zeolith oder Bentonit eingesetzt werden, um Schadstoffe im Darm zu binden.
5. Schonkost bei starken Beschwerden
Bei starkem Durchfall oder deutlicher Schwäche kann vorübergehend eine leichte Schonkost sinnvoll sein.
Wie diese aufgebaut wird und wie der Übergang zurück zum Futter erfolgt, erkläre ich gern persönlich.
Wichtig ist, nicht alles gleichzeitig zu geben.
Zuerst entlasten, dann binden und anschließend den Darm gezielt aufbauen.
Bei Fragen bin ich telefonisch erreichbar und wir besprechen das gern gemeinsam.
Gelenkprobleme durch Kälte
Gerade Tiere, die unter Arthrose oder HD und ED leiden, zeigen in der kalten Jahreszeit häufig vermehrte Bewegungsprobleme. Aber auch Hunde mit muskulären Verspannungen können in dieser Zeit gezielt unterstützt werden.
Was tun?
In dieser Phase empfehle ich Ihnen gern ein passendes Produkt, das den Bewegungsapparat Ihres Tieres sinnvoll unterstützt.
Ergänzend kann hochdosiertes Omega-3-Öl eingesetzt werden, da es sich positiv auf Gelenke, Beweglichkeit und entzündliche Prozesse auswirken kann.
Wenn Sie Fragen haben oder eine individuelle Empfehlung wünschen, schreiben Sie mir gern eine E-Mail an caze@fresstipp.de.
Erkältung und Unterkühlung beim Hund
Nicht nur ältere oder immungeschwächte Hunde können betroffen sein.
Auch ein grundsätzlich gesundes Tier kann durch einen längeren Aufenthalt in Kälte und Nässe auskühlen und Symptome einer Erkältung entwickeln.
Was tun?
Zu Hause können Sie Ihrem Tier einen warmen Rückzugsort anbieten, zum Beispiel einen geschützten Liegeplatz oder eine Wärmflasche.
Bitte achten Sie darauf, die Wärme vorab zu prüfen, damit es nicht zu Überhitzung oder Verbrennungen kommt.
Gerade ältere Tiere oder Hunde mit einem geschwächten Immunsystem können durch eine Erkältung schnell aus dem Gleichgewicht geraten.
Zur Unterstützung empfehle ich Ihnen gern passende Produkte, die das Immunsystem und den Organismus Ihres Tieres sinnvoll begleiten.
PowerDarm kann eingesetzt werden, um den Darm als zentrales Organ des Immunsystems zu stabilisieren.
Bierhefe liefert natürliche B-Vitamine zur Unterstützung von Stoffwechsel, Nerven und Abwehrkräften.
Chlorella kann ergänzend gegeben werden, um den Organismus bei der Bindung und Ausleitung belastender Stoffe zu unterstützen.
Wenn Sie eine individuelle Einschätzung oder Empfehlung wünschen, schreiben Sie mir gern eine E-Mail an caze@fresstipp.de.
Inhaltsverzeichnis
Mit einem Klick zum Tipp
ALLGEMEINES
- Morosche Karottensuppe
- Säure- Basenhaushalt
- Kartoffeln
- 80% des Immunsystem liegt im Darm
- Hunde aus dem Ausland
- Zecken
- Buchtipp: Katzen würden Mäuse kaufen
- Giardien
- Juckreiz, Ohrenentzündung, Allergien & Co
- Tipps für Katzenbesitzer
WIE LESE ICH DIE ZUTATENLISTE?
- Unterschiede bei Tiermehlen
- Unterschiede beim Fleisch
- Sind Proteine & Fette vom Fleisch?
- Bestandteile sind nach Mengenanteil angegeben
- Was hat es mit den Klammern auf sich?
PESTIZIDE IN DER UMWELT
Zur Anwendung & zum Rezept
Säure- Basenhaushalt
Es gibt unterschiedliche Gründe warum unser Tier dauerhaft übersäuert. So kann nicht nur Stress der Auslöser für eine Übersäuerung sein, sondern auch ein falsches Futter.
Ob ein Lebensmittel sauer oder basisch ist, können wir nicht einfach vom Geschmack (z.B. Zitronensäure basisch) abhängig machen. Wir müssen eher schauen, ob unsere Zutaten im Futter fähig sind, Wasserstoffatome zu binden und abzugeben und somit auch den Gehalt an basischen Salzen.
Wir brauchen also eine ausreichende Versorgung mit guten Mineralstoffen, allerdings nicht künstlich erzeugte. So können basische Salze wie Magnesium, Kalzium, Natrium, Kalium, Eisen und Zink, Säure binden und neutralisieren.
Kartoffeln
Kartoffeln sind basisch und können vor der Mahlzeit oder mit der Mahlzeit, dem Hund bei Übersäuerungsproblemen kurzfristig helfen.
Heutzutage finden wir viele Futtersorten, die Kartoffeln an erster Stelle auflisten und mit „sensitiv“ beworben werden. Warum kann sich jetzt jeder selbst beantworten.
Um das Problem dauerhaft für das Tier zu lösen, sollte man den Ursachen auf den Grund gehen. Stattdessen werden oftmals die Symptome bekämpft, was aber selten zu einem dauerhaft erfolgreichem Ergebnis führt.
Schauen Sie sich das Futter Ihres Lieblings genau an. Um die Deklaration zu verstehen, kann ich Ihnen meinen Artikel dazu ans Herz legen.
80% des Immunsystem liegt im Darm
Wenn ein Säugetier im Mutterleib heranwächst, ist das Erste, was gebildet wird der Darm, nicht das Herz, nicht die Nieren, nicht die Leber.
Was noch vor 10 Jahren als Hokuspokus abgetan wurde, wird heute kräftig umworben. Dabei steht schon lange fest, dass sich 80% der Immunzellen im Darm befinden.
Der Darm ist ein weit unterschätztes Organ im perfekt organisierten Körper. Mit dem gesunden Immunsystem im Darm, fängt hier die Gesundheit des Körpers an.
Die Aufgabe der beweglichen Darmzotten ist die Aufnahme von Nährstoffen. Wenn diese allerdings von ungeeigneter Nahrung, Zucker, Konservierungsstoffen, denaturiertem Eiweiß (durch Erhitzung seine Lebendigkeit/Natürlichkeit verloren) oder anderen Zusatzstoffen verklebt werden, können sie ihrer eigentlichen Aufgabe nicht mehr nachkommen.
Hunde aus dem Ausland und deren Mikrobiom
Hunde aus dem Ausland – und es müssen nicht zwangsweise nur Osteuropäer oder Südländer sein, auch Europäer fallen darunter – haben einen anderen Aufbau ihres Mikrobioms.
Wenn diese jetzt in ein anderes Land kommen, werden sie mit den „innländischen“ Mikrobiomen konfrontiert.
Dies und ein geschwächtes Immunsystem kann verschiedene Krankheiten, Allergien und Verhaltensauffälligkeiten mit sich bringen.
Bei einem Auslandshund ist es empfehlenswert, nicht nur das Mikrobiom sondern auch das Immunsystem aufzubauen und zu stärken.
Sollten Sie einen Hund aus dem Tierschutz haben, der Ihnen Sorgen bereitet, dürfen Sie mich gern um Rat fragen.
Zecken
Zecken bekommen bei Gerüchen von Ammoniak, Buttersäure und Kohlendioxid Heißhunger auf eine Blutmahlzeit. Man könnte auch sagen: Je stärker die Ausdünstungen des Hundes, desto attraktiver für die Zecke.
Woher kommt der strenge Körpergeruch? Wenn ein Hund durch seine Nahrung viele Zusatzstoffe aufnimmt, muss er diese auch wieder loswerden. Die Haut als größtes Organ ist für die Entgiftung im hohen Maße geeignet. Wenn man ein Futter ohne Zusatzstoffe wählt, müsste das Tier erst gar nicht entgiften und könnte damit dem Geruch entgegenwirken.
Was mache ich gegen Zecken? Ich tupfe an Hals, Ohren, Bauch und unter den Achseln äußerlich Kokosfett auf (bitte nicht das Tier eincremen!!!), diesen Geruch mögen Zecken gar nicht. Innerlich wirkt Kokosfett im Darm wurmwidrig.
Nach den Spaziergängen suche ich meine Hunde einmal ab. Da meine Hunde weiß sind, fällt es mir einfacher die Biester zu finden. Man kann aber auch eine normale Kleiderbürste (Klebeband) nehmen und gegen den Strich über den Hund rollen. Hier lassen sich dann die noch auf dem Hund herumspazierenden Zecken einsammeln.
Warum ich Spot-Ons, Zeckenhalsbänder und Tabletten meide? Viele dieser Präparate bestehen aus Nervengift, was erst meinen Hund belastet und dann die Zecke nach dem Biss abtötet. Ich sehe das als doppelte Belastung für meinen Hund – erst das Mittel und dann noch der Biss der Zecke.
Was mache ich? Ich füttere meine Hunde mit einem hochwertigen Nassfutter, damit sie geruchstechnisch nicht die attraktivsten Wirte sind. Zudem vermiese ich durch das aufgetragene Kokosfett den Zecken den Appetit auf meine Hunde. Doppelter Effekt für mich – weniger Zecken und ich habe zwei große Bounties vor mir laufen. Abends werden beide Hunde nach Zecken abgesucht und ggf. die gefundenen möglichst ohne Stress herausgedreht.
Buchtipp:
Katzen würden Mäuse kaufen
Wie die Futterindustrie unsere Tiere krank macht
Deutschlands Nahrungsmittelkritiker Nr. 1, Hans-Ulrich Grimm, hat mit „Katzen würden Mäuse kaufen“ einen schockierenden Bericht über die Skrupellosigkeit der Tierfutterindustrie verfasst. Denn glaubt man der Werbung, ist das Beste für unser Haustier gerade gut genug.
Aber statt ausgewogener Nahrung bekommen unsere vierbeinigen Lieblinge eine ungesunde Mischung aus Schlachtabfällen, Streckmitteln und Stabilisatoren. Darunter auch immer wieder Skandalöses: Klärschlamm etwa. Oder neuartige Ingredienzen aus Erdgas, gewonnen mit Hilfe von Bakterien. Natürlich ganz ohne Kennzeichnung. Damit die Tiere das überhaupt zu sich nehmen, werden Geschmacksstoffe beigemischt.
In »Katzen würden Mäuse kaufen« deckt sie Hans-Ulrich Grimm auf, die unappetitliche Wahrheit über kommerzielles Tierfutter.
Welche Körperwerte wie Temperatur, Puls oder Atmung hat mein Tier?
Giardien
Diese Parasiten muss man aushungern. Giardien ernähren sich von Kohlenhydraten, daher sollte man diese zumindest während des Befalls weglassen.
Wie finde ich heraus, wie viele Kohlenhydrate mein Futter hat?
Ganz einfach. Wir nehmen 100% und ziehen Rohprotein, Rohfaser, Rohfette, Rohasche und die Feuchtigkeit ab, was übrig bleibt sind die Kohlenhydrate.
Da Nassfutter 70-75% Feuchtigkeit hat und Trockenfutter im Durchschnitt nur 10%, kann man auch ohne rechnen schon erkennen, dass Trockenfutter viel mehr Kohlenhydrate hat. In der Regel beinhaltet Trockenfutter ca. 50% Kohlenhydrate – da freut sich das Parasitenherz.
Daher sollte man auf ein hochwertiges Nassfutter umsteigen, wenn man es noch nicht füttert. Während des akuten Befalls sollte man auf alles verzichten was Kohlenhydrate enthält.
Die Morosche Karottensuppe eignet sich hervorragend für ein „Auskehren“ der Parasiten. Karotten haben zudem nur ganz wenig Kohlenhydrate, die nicht ins Gewicht fallen.
Juckreiz, Ohrenentzündung, Allergie & Co.
Sind das nicht alles eher Symptome dafür, dass das Tier mit einem bestimmten Nahrungsmittel nicht zurecht kommt? Ist es nicht auch so bei uns?
Daher muss auch hier der Ursache auf den Grund gegangen werden. Wenn hier nur die Symptome bekämpft werden, kann sich das Problem dauerhaft verlagern.
Ein Beispiel
Der Hund leidet unter einem Juckreiz (was nichts anderes bedeuten könnte, als dass er über die Haut entgiftet) und bekommt dagegen eine Salbe, die dies unterdrückt.
Der Besitzer ist glücklich – der Hundeorganismus kann nicht über die Haut entgiften. Wird die Salbe abgesetzt, fängt das Spiel von vorn an.
Das kann dann soweit gehen, dass der Organismus des Hundes irgendwann lernt: OK, ich darf nicht über die Haut entgiften, dann mach ich das halt über die Leber oder Nieren.
Der Besitzer ist glücklich, denn das Problem ist nicht mehr „sichtbar“ – der Hundeorganismus entgiftet nun über ein inneres Organ, was irgendwann zu anderen Problemen führen kann.
Lösung
Der Urasche muss auf den Grund gegangen werden. Man kann „alles auf Null setzen“ und dann mit einer Ausschlussdiät schauen, worauf der Hund reagiert. Wenn Sie Hilfe benötigen, dürfen Sie mich gern kontaktieren.
Tipp 1
Entsorgen Sie das alte Futter. Katzen reagieren extremer auf Lockstoffe als Hunde. Solange die Katze das alte Futter riecht, geht sie schlechter an das neue Futter.
Tipp 2
Katzen brauche nicht den ganzen Tag Zugang zu Futter. Kein Freigänger läuft mit einer Maus um den Hals herum. Gewöhnen Sie die Katze an 2-4 feste Zeiten. Durch Dauerfressen können Zahn- sowie Organprobleme entstehen, die einfach keine Pause bekommen.
Tipp 3
Katzen wollen jagen. Gerade der Stubentiger hat keine Möglichkeit seinem Jagdtrieb, wie ein Freigängen, nachzukommen. Spielen Sie 30 Minuten vor der Mahlzeit ein „Fang die Maus“ Spiel.
Tipp 4
Katzen sind Wüstentiere. Sie bedienen sich ihrer Beutetiere um ihren Durst zu löschen. Katzen trinken/schlabbern nicht Wasser wie Hunde. Nur Katzen die Trockenfutter bekommen, werden gezwungen, Wasser zu saufen.
Tipp 5
Katzen sind zu 99% Fleischfresser. Schauen Sie sich die Beute einer Katze an: Mäuse & Vögel. Da diese zu 99% aus Fleisch bestehen, sollte auch die Nahrung unserer Stubentiger aus Fleisch bestehen. Die Katze braucht weder Tiermehl, Weizen, Weizenkleberfutter, Mais, Maiskleberfutter, Gerste, tierisches Eiweiß noch ähnliches im Futter.
Wer gute Zutaten verwendet, erwähnt dieses auch!
Kennen Sie den Unterschied? Auf die Schreibweise kommt es an. Hier meine Ampelvariante
Tiermehl
kann alles mögliche von einem Tier (Art unbekannt) sein
Geflügelmehl
kann alles mögliche von einem Huhn sein
Fleischmehl
zermahlenes Fleisch beliebiger Tiere (Art unbekannt)
Geflügelfleischmehl
gemahlenes Geflügelfleisch
Auch hier ist wieder die Schreibweise relavant. Am einfachsten wäre es, wenn der Hersteller es offen deklarieren würde.
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse
kann alles mögliche von einem Tier (Tierart unbekannt) sein – K3 Material
Lamm, Huhn, Schwein, Rind, …
kann alles mögliche von einem Tier (Tierart bekannt) sein
Frisches Geflügel, frisches Lamm, …
kann alles mögliche von einem Tier (Tierart bekannt) sein, nur frisch
Rinderfleisch, Lammfleisch
Tierart bekannt, nur die Art des Fleisches nicht
Rindermuskelfleisch, Lammmuskelfleisch
Tierart bekannt und hochwertiges Muskelfleisch
Wenn nicht vom Fleisch, woraus können Proteine noch gewonnen werden? Aus allem was das Tier hergibt: Federn, Krallen, Schnäbeln…
Hypoallergenes Futter aus Federprotein!!! Machen Sie einfach den Eigenversuch und stellen Sie Ihrem Tier einen Napf voller Federn vor die Nase!!!
Tierprotein, Maisgluten, Erbsen, …
» Kann Fleisch sein … muss aber nicht! Tierart unbekannt
Geflügelprotein, Mais, Weizen, …
» Kann Fleisch sein … muss aber nicht! Tierart bekannt
Straußenprotein, Mais, Meiskleber, Muschelfleisch, …
» Kann Fleisch sein … muss aber nicht! Tierart bekannt
» „Fleisch“
[Körpergewicht des Hundes in kg x 30] + 70 = RER
Beispiel: 30kg Hund unkastriert bei normaler Aktivität: 30kg x 30 = 900 + 70 = 970 x 1,8 RER = 1.746 kcal pro Tag
Die „30“ steht für den Erhaltungsbedarf des Körpers.
Also für alles, was der Hund allein zum Leben braucht: Atmen, Herzschlag, Körpertemperatur halten, Organarbeit, Grundspannung der Muskulatur und minimale Bewegung im Alltag.
Die „+ 70“ kommt oben drauf, um zu berücksichtigen, dass der Hund kein regloses Wesen ist, sondern sich bewegt, aufsteht, läuft, reagiert und aktiv am Leben teilnimmt.
Der RER (Ruheenergiebedarf) ist ein individueller Richtwert. Er beschreibt die Energiemenge, die ein Hund benötigt, um seine lebenswichtigen Grundfunktionen aufrechtzuerhalten – unabhängig von Leistung oder Training. Wie hoch dieser Bedarf tatsächlich ist, hängt vom einzelnen Hund ab: Körperbau, Muskelmasse, Stoffwechsel, Alter und Gesundheitszustand spielen eine Rolle. Deshalb ist der RER kein fixer Wert, sondern eine individuelle Ausgangsbasis, von der aus weitergerechnet wird.
Bestandteile sind nach Mengenanteil angegeben
Jener Bestandteil, der den größten Anteil ausmacht, steht ganz vorn. Danach folgen in absteigender Reihenfolge die weiteren Bestandteile.
Achtung!!!
Mais, Maiskleber, Maismehl, Maiskeime, Maisgluten, …
Reis, Reismehl, Vollkornreis, brauner Reis …
Erbsen, Erbsenprotein, gelbe Erbsen, grüne Erbsen, …
Wie bei unserem Beispiel kann der Hersteller Mais oder Reis in einzelne Bestandteile zerlegen, damit er diese weiter hinten auflisten kann. Zieht man sie aber zusammen, können sie schnell vor dem Fleisch stehen.
Beispiel:
Deklaration: Lammfleischmehl, Mais, Maiskleber, Maismehl, Maisgluten…
Inhalt: Mais, Lammfleischmehl,…
Was hat es mit den Klammern auf sich?
Noch ein weiterer Tipp, ist der Umgang mit dem Klammern. Das folgende Beispiel ist anhand einer Zutat, so sollte aber jede Zutat deklariert sein.
Angabe: Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse
Bedeutung: Überhaupt keine Angaben über Inhalt oder Art
Angabe: Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (60% Huhn)
Bedeutung: Steht bei den Zutaten nur „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (60%)“ oder „(60% Huhn, Rind o. Ä.)“, heißt das nicht automatisch, dass 60% des Futters Fleisch enthalten sind.
Fehlt die Prozentangabe vor dem Begriff „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“, bezieht sich die Zahl in der Klammer nicht eindeutig auf das Gesamtfutter. Der tatsächliche Fleischanteil kann dadurch deutlich niedriger ausfallen und im Extremfall auch nur einen Bruchteil betragen.
Angabe: 60% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse
Bedeutung: 60% Fleisch im Futter – Tierart und Fleischart unbekannt
Angabe: 60% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (25%Huhn)
Bedeutung: 60% Fleisch im Futter – 25% Huhn – 75% unbekannt
Angabe: 60% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (25% Huhn, 75% Rind)
Bedeutung: 60% Fleisch im Futter – 25% Huhn, 75% Rind – die 60% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse sind zu 100% deklariert
Optimale Angaben wären…
Angabe: 43% Hühnermuskelfleisch, 14% Rindermuskelfleisch, 14% Lachs, 11% Rinderlunge, 6% Hühnerleber, 4% Rinderstrossen, 4% Karotten, 2% Karotten, 2% Erbsen
Bedeutung: jede Zutat genannt und zusammengerechnet ergibt es 100% Inhalt
Merke: Nur ganz ohne Klammer kann man sich sicher sein!
Wer zu 100% und ohne Klammern deklariert, hat nichts zu verbergen!
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Pestizide und Durchfall?
Die Hunderunde in der Feldmark – Vergiftungsgefahr durch Pestizide!
Pestizide werden auf den Feldern gesprüht um die Pflanzen vor Krankheiten zu schützen. Wenn dann noch der Wind richtig steht, wird auch die nähere Umgebung gleich mit behandelt.
Unseren Hunden kann diese Behandlung allerdings Schaden zufügen.
Pestizide werden unterschiedlich vom Organismus aufgenommen: über Kontakt, per Nahrungsaufnahme und am häufigsten über die Luft beim Einatmen.
Was Sie unbedingt vermeiden sollten
- landwirtschaftlich genutzte Flächen
- lassen Sie das Tier nicht das Gras oder die Grünpflanzen fressen
- waschen Sie zur Not die Pfötchen zu Hause ab
- lassen Sie Ihren Hund auch nicht aus Pfützen trinken, die sich in der Nähe von Feldern befinden, auch in diesen können sich Chemikalien ablagern
Symptome einer Vergiftung
- Erbrechen
- Durchfall – wässerig bis blutig
- starke Magenkrämpfe
- heftiges Pfotenlecken
- Müdigkeit / Lustlosigkeit
Bei diesen Symptomen sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen
- Atemnot
- Verfärbte – blasse – Schleimhäute
- Lähmungserscheinungen
- Kreislaufkollaps bis hin zur Bewusstlosigkeit
- Unruhe
- unregelmäßiger Herzschlag
- ungewöhnliche Pupillengröße – stark verengt oder erweitert
- Muskelzucken
- absinkende Körpertemperatur
Pestizide (von lateinisch pestis ‚Geißel‘, ‚Seuche‘)
Um es auf den Punkt zu bringen: Pestizide werden eingesetzt, weil sie giftig sind. Sie unterscheiden sich lediglich in ihrer Wirkweise.
So ist das eine giftig bei Kontakt, das andere erst bei der Aufnahme über den Mund, die meisten wirken über die Luft beim Einatmen. Auch ihre Wirkung ist zum Teil auf bestimmte Schädlinge begrenzt.
Für alle gilt aber: sie sind nerven- und hirngiftig.
Ihre Giftwirkung zeigt sich meist nicht sofort (es sei denn bei unfallmäßiger Überdosierung), sondern tritt schleichend ein.
Pestizide ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl mehr oder weniger gebräuchlicher Begriffe nach Art der Wirkung oder Art des Einsatzes. Hier die wichtigsten:
- Pflanzenschutzmittel
- Pflanzenbehandlungsmittel
- Insektenvernichtungsmittel
- Schädlingsbekämpfungsmittel
- Biozide= tötet alles Lebende
- Insektizide= tötet Insekten
- Fungizide= tötet Pilze
- Molluskizide= tötet Schnecken
- Rodentizide= tötet Nager
- Akarizide= tötet Spinnen und Milben
- Herbizide= tötet Pflanzen, die als „Un“- Kräuter gelten
Pestizide haben eine Giftwirkung auch auf den Menschen. Sie sind akut giftig und können durch länger zeitiges Ausdampfen auch eine chronische Vergiftung verursachen.
Alle Pestizide sind Nerven- und Hirnschädigend.
Die häufigsten Symptome sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Zittern der Glieder, Beklemmungsgefühle, Probleme mit dem Blutdruck und langfristig Probleme mit der Konzentration und ständige Müdigkeit.
Bei akuten Vergiftungen sind sehr viel ernstere Symptome zu beobachten. Da viele Pestizide auch chlorierte Kohlenwasserstoffe enthalten, kann bei einer chronischen Vergiftung durch Pestiziddämpfe das CKW-Syndrom entstehen.
Durchfall was tun?
In erster Linie sind Durchfall und Erbrechen Abwehrreaktionen des Körpers – der Organismus will etwas aus dem Körper bekommen.
Ich beobachte in den letzten Jahren vermehrt die Zunahme von Durchfall während der „Düngesaison“.
Was kann man als Hundebesitzer tun?
Als aller erstes verlege meine Spaziergänge zum Beispiel in den Wald. Bei mir ist in der Regel der Durchfall schon am nächsten Tag vorbei.
Schonkost für den Hund
Wenn meine Tiere unter Durchfall leiden geben ich 1-2 Tage Schonkost. Die sieht bei mir wie folgt aus: 1/3 Kartoffelbrei, 1/3 Hüttenkäse und 1/3 ANIfit Gockels Duett (Huhn & Kartoffel).
Warum gebe ich nicht sofort Karotten?
Karotte würde den Durchfall schnell stoppen, aber warum sollte man damit vorsichtig sein?
Dakota hatte als Junghund nicht den normalen kurzfristigen Tagesdurchfall, der zum Beispiel von gedüngten Feldern kommt. Sie hatte immer flüssiger werdenden Durchfall über 3 Tage.
Am 4. Tag kam nur noch Wasser. Als ich mittags die Bescherung im Garten mit der Gießkanne entfernte, fielen mir kleine bunte Plastikteile auf. Danach war es schlagartig mit dem Durchfall vorbei.
Merke: Wenn der Körper etwas loswerden will, produziert er so lange Durchfall, bis der „Übeltäter“ den Organismus verlassen hat. In diesem Fall wäre es also kontraproduktiv gewesen, den Durchfall zu stoppen.
Vergewissern Sie sich bitte immer vorher was ihr Hund ggf. 24 Stunden zuvor gefressen hat, ob Sie auf den Feldern waren oder der Hund unterwegs etwas fremdes aufgenommen hat, bevor Sie mit Kanonen auf Spatzen schießen.
Sollten Sie sich trotzdem unsicher fühlen, oder der Durchfall länger als 4 Tage anhalten, empfehle ich Ihnen Ihren Tierarzt zu kontaktieren.
Lesen Sie auch meinen Artikel:
„Kotabsatz beim Hund“
Tipps & Tricks…
SCHONKOST
„Geben Sie Hühnchen und Reis“
Bei Schonkost empfiehlt der Tierarzt in den meisten Fällen Hühnchen mit Reis, was auch vollkommen richtig ist.
Ich greife allerdings auf das Gericht Gockels Duett von ANIfit zurück. Das ist ein hypoallergenes Futter für Hunde mit Verdauungsproblemen oder Allergien. ANIfit hat noch zwei andere Varianten für Schonkost die ich inzwischen auch einsetze: HÜHNCHEN/REIS & HÜTTENKÄSE
Diese Variante habe ich erst im Dezember 2018 bei Dakota angewendet, nachdem sie 3 Tage lang Durchfall hatte und die ein oder andere Mahlzeit erbrach.
Kontrolle macht Sinn…
Um einen Fremdkörper auszuschließen mussten wir den Tierarzt aufsuchen. Wie wir da erfuhren grassierte gerade eine Magen-Darm-Grippe. Zum Glück hatte Dakota nur eine abgeschwächte Form erwischt die nicht medikamentös behandelt werden musste.
Den Durchfall haben wir mit Karotten in den Griff bekommen, das Erbrechen mit einem Fastentag. Nach dem Fastentag haben wir mit 5 kleinen Mahlzeiten Gockels Duett & Kartoffelflocken angefangen.
Nach einer Woche waren wir wieder bei den gewohnt abwechslungsreichen 3 Mahlzeiten am Tag.
TABLETTENGABE
Was ist zu beachten?
Wenn Ihr Tier auf Grund einer Krankheit oder einer OP Tabletten bekommt, können diese in der Magengegend für Unruhe sorgen und Übelkeit verursachen.
Das Tier wird die Schmerzen auf das Futter zurückführen, denn kein Tier wird die Übelkeit auf die Tabletten zurückführen – für Tiere gilt: ich habe gefressen – mir ist schlecht – ich mag das Futter/die Sorte nicht mehr!
Wenn Sie bei Ihrem Futter mehrere Sorten zur Verfügung haben, sollten Sie während der Tablettenphase nur eine Sorte füttern um die anderen Sorten nicht zu „verbrennen“.
Ich nehme in solchen Fällen immer Gockels Duett, das hypoallergene Gericht von ANIfit. Mischverhältnis 1/1 oder sogar 1/2. Ein Teil Futter und 1 Teil oder 2 Teile Kartoffelbrei, Haferschleim oder Reis. Nach und nach reduziere ich den Teil Kartoffeln, Haferschleim oder Reis.
Nach dem Absetzen der Tabletten können Sie vorsichtig die anderen Sorten wieder mit in den Futterplan aufnehmen.
Nach der Tablettengabe
Mein Tipp: Bierhefe & Chlorella kann die „Schadstoffe“ binden und ausleiten. Anschließend mache mit PowerDarm eine Aufbaukur für den gestressten Darm.
Globulis geben…
Aufnahme über Schleimhäute





