In den USA wurde mit Nobivac NXT Canine Flu H3N2 ein neuartiger RNA-Partikel-Impfstoff gegen Hundegrippe zugelassen. Für Hundebesitzer ist vor allem wichtig zu wissen, dass diese neue Impfstofftechnik inzwischen auch in der Tiermedizin eingesetzt wird.
Was ist die Hundegrippe?
Die sogenannte Hundegrippe wird durch canine Influenzaviren verursacht. Der neue Impfstoff richtet sich gegen den Virustyp H3N2. Dieser kommt insbesondere in den USA vor und kann sich dort vor allem an Orten verbreiten, an denen viele Hunde engen Kontakt miteinander haben – beispielsweise in Tierheimen, Hundepensionen oder größeren Hundegruppen.
Die Hundegrippe ist nicht mit einer gewöhnlichen Erkältung gleichzusetzen. Mögliche Beschwerden können unter anderem Husten, Nasenausfluss, Fieber, Müdigkeit und verminderter Appetit sein. Wie bei anderen Infektionen können Verlauf und Stärke der Beschwerden unterschiedlich ausfallen.
Kurz gesagt:
Der neue Impfstoff richtet sich gezielt gegen den Hundegrippe-Erreger H3N2 und nicht allgemein gegen jeden Husten oder Atemwegsinfekt beim Hund.
Was ist an dem Impfstoff neu?
Nobivac NXT Canine Flu H3N2 wurde 2024 vom US-amerikanischen Landwirtschaftsministerium USDA zugelassen. Nach Angaben des Herstellers ist es der erste Hundegrippe-Impfstoff, der auf dessen neuer RNA-Partikel-Technologie basiert.
Anders als bei klassischen Lebendimpfstoffen enthält das Präparat keine vermehrungsfähigen Hundegrippeviren. Mithilfe der eingebrachten RNA wird dem Körper vorübergehend eine Bauanleitung für ein bestimmtes Merkmal des Erregers zur Verfügung gestellt. Das Immunsystem soll dieses Merkmal erkennen und eine entsprechende Immunantwort entwickeln.
Die hier beschriebene Zulassung bezieht sich auf die USA. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass dieser Impfstoff bereits regulär in deutschen Tierarztpraxen eingesetzt wird. Die Entwicklung zeigt jedoch, dass RNA-basierte Impfstofftechniken inzwischen auch bei Hunden und Katzen Einzug halten.
Kurz gesagt:
Bei dem Präparat handelt es sich nicht um eine herkömmliche Hundeimpfung, sondern um einen Impfstoff auf Basis einer neuen RNA-Partikel-Technologie.
Gibt es bereits Langzeiterfahrungen?
Der Impfstoff wurde im Rahmen des Zulassungsverfahrens geprüft. Da das Präparat jedoch erst seit kurzer Zeit eingesetzt wird, können noch keine über viele Jahre oder Jahrzehnte gesammelten Erfahrungen aus der breiten Anwendung vorliegen.
Mögliche langfristige Auswirkungen können deshalb zum heutigen Zeitpunkt noch nicht anhand langjähriger Erfahrungswerte abschließend beurteilt werden. Das bedeutet weder automatisch, dass der Impfstoff gefährlich ist, noch dass mögliche langfristige Risiken bereits vollständig ausgeschlossen werden können.
Kurz gesagt:
Der Impfstoff ist zugelassen und geprüft. Langjährige Erfahrungen aus der breiten Anwendung sind bei einem neuen Präparat naturgemäß noch nicht vorhanden.
Was können Hundebesitzer beim Tierarzt fragen?
Wer wissen möchte, welche Impfstofftechnik bei seinem Hund verwendet wird, kann vor einer Impfung folgende Fragen stellen:
- Wie lautet der vollständige Name des vorgesehenen Impfstoffes?
- Gegen welchen Erreger und welche Virusvariante richtet er sich?
- Welche Impfstofftechnik wird verwendet?
- Handelt es sich um einen Lebendimpfstoff, einen inaktivierten Impfstoff oder einen RNA-basierten Impfstoff?
- Welche bekannten Nebenwirkungen und Gegenanzeigen gibt es?
- Besteht für meinen Hund aufgrund seiner Lebensweise überhaupt ein entsprechendes Ansteckungsrisiko?
Diese Information ist keine Empfehlung für oder gegen eine Impfung. Sie soll Hundebesitzern lediglich ermöglichen, sich vorab zu informieren, gezielt beim Tierarzt nachzufragen und anschließend eine bewusste Entscheidung für ihren Hund zu treffen.
Kurz gesagt: In den USA gibt es inzwischen einen RNA-Partikel-Impfstoff gegen die Hundegrippe H3N2. Wer wissen möchte, welche Impfstofftechnik sein Hund erhält, sollte vor der Impfung nach dem vollständigen Produktnamen und den enthaltenen Komponenten fragen.
Kurz gesagt: In den USA gibt es inzwischen einen RNA-Partikel-Impfstoff gegen die Hundegrippe H3N2. Wer wissen möchte, welche Impfstofftechnik sein Hund erhält, sollte vor der Impfung nach dem vollständigen Produktnamen und den enthaltenen Komponenten fragen.