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Futterumstellung Katze

KURZFASSUNG

Bei Katzen besteht die eigentliche Herausforderung oft nicht im Darm, sondern in der Akzeptanz eines neuen Futters. Katzen sind stark futtergeprägt – diese Prägung beginnt bereits im Mutterleib und setzt sich in der frühen Kittenzeit fort. Deshalb erfordert eine Umstellung vor allem Geduld, Ruhe und Konsequenz.

FUTTERSORTE

Wählen Sie zunächst eine gut verträgliche Sorte und bleiben Sie konsequent dabei. Bei Katzen ist weniger Vielfalt am Anfang oft erfolgreicher als ein ständiger Wechsel. Erst wenn die Akzeptanz stabil ist, können weitere Sorten behutsam ergänzt werden.

FUTTERMENGE

Da jeder Organismus individuell verstoffwechselt, dienen die Herstellerangaben nur als grobe Orientierung. Entscheidend sind Körperbau, Aktivität, Alter und Stoffwechsel des Tieres.

Beobachten Sie Figur, Muskulatur und Gewichtsentwicklung und passen Sie die Futtermenge entsprechend leicht nach oben oder unten an.

LANGFASSUNG

Bei einer Futterumstellung haben wir es meist mit zwei Faktoren zu tun, die vorübergehend zu weicherem Kot oder Verdauungsveränderungen führen können. Diese Reaktionen sind in der Regel Anpassungsprozesse des Organismus und lassen sich mit etwas Geduld gut begleiten.

FLEISCHANTEIL

Viele Katzen werden über längere Zeit mit Futtersorten gefüttert, die einen vergleichsweise niedrigen Fleischanteil sowie höhere Anteile an pflanzlichen Bestandteilen enthalten. Erfolgt dann eine abrupte Umstellung auf ein hochwertiges, fleischbetontes Nassfutter, kann der Darm zunächst sensibel reagieren.

Die Verdauung der Katze ist auf tierisches Protein und Fett spezialisiert. Enzyme, Magensäureproduktion und Darmflora müssen sich bei einer deutlichen Futterveränderung erst neu anpassen. Deshalb empfiehlt sich eine schrittweise Umstellung, besonders bei sensiblen oder älteren Tieren.

KONSERVIERUNGSSTOFFE

Qualitativ hochwertige Futtersorten kommen in der Regel ohne Farb-, Lock-, Aroma- oder Konservierungsstoffe aus. Wird von einem stark verarbeiteten Futter auf ein naturbelassenes Produkt gewechselt, kann es in Einzelfällen zu vorübergehenden Haut- oder Fellreaktionen kommen, etwa Juckreiz, Schuppenbildung oder leichten Irritationen.

Solche Erscheinungen sind in der Praxis eher selten und meist vorübergehend. Sollte eine Reaktion auftreten, ist es wichtig, ruhig zu bleiben und nicht sofort erneut das Futter zu wechseln, sondern die Entwicklung aufmerksam zu beobachten.

Wurde zuvor ein Futter mit geringem Fleischanteil, hohem Getreideanteil oder Zuckerzusätzen gefüttert, benötigt der Organismus Zeit, sich auf eine fleischbetonte, naturbelassene Ernährung umzustellen. Katzen sind obligate Karnivoren – ihr Stoffwechsel ist vollständig auf tierische Bestandteile ausgerichtet. Eine hochwertige, fleischreiche Ernährung entspricht ihrer biologischen Ausstattung.

Geduld, Konsequenz und eine schrittweise Anpassung sind daher der Schlüssel zu einer erfolgreichen Futterumstellung.

FUTTERUMSTELLUNG SCHRITT FÜR SCHRITT
  • Wählen Sie zunächst eine oder maximal zwei geeignete Futtersorten aus. Zu viele Varianten am Anfang überfordern viele Katzen.
  • Um hochwertiges Futter nicht zu verschwenden, portionieren Sie geöffnete Dosen in Eiswürfelformen und frieren Sie diese ein.
  • Entnehmen Sie jeweils am Vorabend einen Würfel für die morgendliche Mahlzeit und am Morgen einen weiteren für die Abendfütterung. Lassen Sie die Portionen schonend auftauen.
  • Ab Beginn der Umstellung verwenden Sie bitte keinen tiefen Napf, sondern einen flachen Teller. Viele Katzen reagieren empfindlich auf tiefe Näpfe (Stichwort Schnurrhaarstress).
  • Stellen Sie zunächst kleine Mengen altes und neues Futter getrennt, aber nebeneinander auf dem Teller bereit. Beginnen Sie mit sehr kleinen Portionen.
  • Füttern Sie niemals direkt kalt aus dem Kühlschrank. Die Mahlzeit sollte mindestens Zimmertemperatur haben, da kaltes Futter die Akzeptanz mindert und empfindliche Katzen mit Magenreizungen reagieren können.
  • Drängen Sie Ihre Katze nicht und kommentieren Sie das neue Futter nicht übermäßig. Katzen reagieren sensibel auf Druck oder Veränderung in der Atmosphäre.
  • Sobald die Katze das neue Futter akzeptiert und frisst, erhöhen Sie schrittweise die Menge des neuen Futters und reduzieren parallel das bisherige.
  • Arbeiten Sie dabei konsequent „Step by Step“, bis ausschließlich das neue Futter gefressen wird.
  • Hat sich die Katze vollständig an das neue Futter gewöhnt, kann wieder ein normaler Napf verwendet werden – sofern dieser gut akzeptiert wird.

Tipp

In einzelnen Fällen kann es helfen, den Teller leicht mit Baldrian einzureiben, um die Neugier zu wecken. Dies sollte jedoch sparsam und nicht dauerhaft eingesetzt werden.

Wenn ich Ihnen einen kostenlosen Futterplan erstellen darf, dürfen Sie mich gern anrufen 017631236863 oder Sie schreiben mir eine kurze Nachricht per WhatApp oder eMail.

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